Auch an Alleinerziehende denken

Kommentar zu den Leistungen für Familien: Mehr Zeit für Kinder

Petra Wettlaufer-Pohl über die Studie zur Familienpolitik

Forscher haben die staatlichen Leistungen für Familien überprüft, Elterngeld als Lohnersatzleistung in den ersten 14 Monaten und Förderung der Kinderbetreuung schnitten gut ab. Aber es muss mehr getan werden für Familien. HNA-Redakteurin Petra Wettlaufer-Pohl über die Studie zur Familienpolitik.

Ausgerechnet das Elterngeld bekommt von den Forschern gute Noten. Das ist erfreulich, denn es hilft Familien wirklich weiter, wenn Eltern arbeiten, aber auch mehr Zeit für ihre kleinen Kinder haben wollen. Und zwar Mütter wie Väter.

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Genau das sollte ausgebaut werden. Denn es kann doch nicht ernsthaft alleiniges Ziel der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sein, dass Mütter - und darum geht es in der Realität - dem Arbeitsmarkt in all seinen Facetten zur Verfügung stehen. Während die Kinder derweil in Krippen betreut werden, bei deren Qualität es offensichtlich noch viel Luft nach oben gibt. Familienpolitik ist mehr als Arbeitsmarktpolitik.

Es geht vielmehr darum, dass Eltern, die arbeiten, auch Zeit für die Familie haben. Weil dies wichtig ist für die Entwicklung der Kinder, selbst dann, wenn Kinderbetreuung optimal funktioniert.

An eine Gruppe wurde in all dem Lamento der Forscher über Ehegattensplitting und beitragsfreie Mitversicherung von Partnern offensichtlich nicht gedacht: Die Alleinerziehenden, die umso mehr auf optimale Betreuung angewiesen sind. Auch sie sind Familie und keine Randgruppe.

Mail an die Autorin:  wet@hna.de

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