Kommentar zur Linken: Chancen vertan

Die Linken sind in einer schlechten Verfassung, meint HNA-Redakteurin Petra Wettlaufer-Pohl. Ihr Kommentar.

Wozu braucht man eigentlich die Linke? Um zu beobachten, wie das Promi-Ehepaar Lafontaine/Wagenknecht versucht, die Richtung zu bestimmen oder was passiert, wenn sich Führungskräfte bekämpfen? Das gibt es auch woanders.

Nein, man könnte die Linke durchaus als eine Stimme brauchen, die die Anliegen der Arbeitnehmer auch dann im Blick hat, wenn alle anderen etablierten Parteien begeistert nur die Vorzüge der digitalen Welt preisen. Denn was wird aus denen, die dann überflüssig sind und die trotz angeblich so passgenauer Umschulungsangebote in der Arbeitslosigkeit landen? Roboter zahlen keine Sozialversicherungsbeiträge, auch dafür gäbe es Konzepte zu entwickeln.

Doch die Machtkämpfe des Spitzenpersonals lassen das kaum erwarten. Stattdessen muss die Linke mit ansehen, dass die Arbeitslosen von heute lieber die AfD wählen, weil es ihnen in erster Linie um Protest geht gegen „die da oben“. Und die Chance, in Niedersachsen möglicherweise erstmals in einem westdeutschen Flächenland ein rot-rot-grünes Bündnis zu probieren, hat die Partei auch versemmelt. Es scheint, dass sie derzeit wirklich kaum jemand braucht.

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