Kommentar zum Lokführerstreik: "Grenze überschritten"

Daniel Göbel

Die Lokführer sind erneut in Streik getreten – mit massiven Folgen für den Bahnverkehr in ganz Deutschland. Bis Donnerstagmorgen um 4 Uhr standen die Züge größtenteils still. Ein Kommentar von HNA-Redakteur Daniel Göbel.

Das Streikrecht ist eines der wichtigsten Mittel für Arbeitnehmer, um höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen durchzusetzen. Die meisten Menschen haben deshalb großes Verständnis für streikende Belegschaften.

Wenn aber eine kleine Minderheitengewerkschaft wie die GDL das Streikrecht offensichtlich als Kampfmittel missbraucht, um ihren Machtbereich auszuweiten, ist die Grenze des Hinnehmbaren überschritten. Auf Verständnis bei Bahnkunden können die Lokführer immer weniger zählen. Sie gelten als Egoisten, die den Kampf für ihre Interessen auf dem Rücken Tausender Fahrgäste austragen.

Wenn es der GDL, wie deren Vorsitzender Claus Weselsky stets betont, nicht um Einfluss, sondern um Inhalte ginge, hätte sich die kleine GDL längst mit der mitgliederstärkeren Bahngewerkschaft EVG verständigen können, um gemeinsam mit der Bahn neue Tarifverträge auszuhandeln. Stattdessen aber setzt die GDL stur auf Kampf und treibt sich damit immer weiter ins Abseits, ohne zu bedenken, dass man so langfristig keine Lösung finden wird. Das wird auch ein kampfwütiger Claus Weselsky erkennen müssen.

Mail an den Autor unter: dag@hna.de

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