Erst die Show, dann die Hilfe

Kommentar zu den Materialproblemen der Bundeswehr: "Peinlich, peinlich"

+
Werner Kolhoff

Die Ausrüstungsmisere der Bundeswehr ist so groß, dass Deutschand seine Bündniszusagen an die Nato nicht einhalten kann. Ein Kommentar von Werner Kolhoff.

Die Bundeswehr kommt dem Ideal „Frieden schaffen ohne Waffen“ immer näher. Es gibt inzwischen eine lange Liste von Peinlichkeiten: So geriet der Versuch der Bundeswehr, ein paar Kisten Munition und Waffen sowie eine Handvoll Berater nach Kurdistan zu transportieren, zur Realsatire.

Nur die Ministerin war schnell am Einsatzort. Erst die Show, dann die Hilfe. Aber dies ist nicht die richtige Zeit für schöne Fotos. Was die Bundeswehr endlich braucht, ist ein Minister, der hart und ernsthaft an der Sache arbeitet. Die Sache heißt Bundeswehrreform, und das kommt einer Operation am offenen Herzen gleich. Denn die Einsätze gehen ja weiter.

Die erste Konsequenz ist jetzt, dass die Generäle sich ehrlich machen: Was funktioniert, was nicht? Das Zweite heißt: Verantwortung. Es kann nicht sein, dass die Einsatzfähigkeit der Armee über Jahre hinweg langsam ausgehöhlt wurde, und niemand es nach oben berichtet hat. Da muss mancher Orden wieder runter vom Rock.

Das Dritte sind dann neue Strukturen, die diesen untragbaren Zustand dauerhaft beenden. An die Arbeit, Frau von der Leyen. Ohne Kamera!

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.