Kommentar zu Mehrverbrauch von Elektrogeräten: Ein paar Zähne mehr

Viele Elektrogeräte brauchen mehr Strom als auf der Verpackung angegeben. Ein Kommentar von Nachrichtenredakteur Wolfgang Riek.

Wenn Autos mehr Sprit schlucken als vom Hersteller angegeben, kann man Verbrauch und Kosten zumindest etwas nach unten drücken: Vorausschauendes Fahren ohne Bleifuß und Reifenquietschen, möglichst hoher Gang auch in der Stadt helfen dabei.

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Bei Elektrogeräten - Schalter an, Schalter aus - ist das in der Regel schwieriger.Und einzelne Stromfresser im Haushalt lassen sich aus der Gesamtrechnung des Energieversorgers schon gar nicht ans Licht holen. Mit falschen Stromverbrauchsangaben oder anderen Tricks hinters Licht geführt zu werden, bleibt ein doppeltes Ärgernis. Dies dürfte mit zunehmender Vernetzung im Haushalt noch verschärft werden.

Auto ist Auto, Kühlschrank ist Kühlschrank: So wie im Gefolge des Abgasbetrugs bei VW deutsche Aufsichtsbehörden dringend ein paar Zähne mehr bekommen müssen, sollten Gesetzgeber auf europäischer und nationaler Ebene ihre Effizienzvorgaben auch bei Elektrogeräten mit mehr Kontrolle garnieren. Sonst macht der Wettbewerb Hersteller weiter in die falsche Richtung kreativ - auf Kosten der Verbraucher, zu Lasten des Klimaschutzes.

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