HNA-Meinung

Kommentar zur Wachsenden Zustimmung zur AfD: Trend zur Alternative

Petra Wettlaufer-Pohl

Die AfD hat einer Forsa-Umfrage zufolge erneut zugelegt: Bundesweit käme sie nun auf über 10 Prozent. Ein Kommentar dazu von HNA-Nachrichtenredakteurin Petra Wettlaufer-Pohl.

Umfragen sind keine Wahlergebnisse. Aber sie machen Trends deutlich: Wer wie die AfD inzwischen auch bundesweit zehn Prozent bekommen könnte, spricht ganz offensichtlich viele Menschen an, die sich von anderen Parteien nicht Ernst genommen fühlen. Selbst wenn die Zahl derer, die sich den Nichtwählern zurechnen, auch gestiegen ist: Die Zustimmung zur AfD ist mehr als nur eine rechnerische Größe.

Das Unbehagen mit Europa, die Abkehr selbst der CDU vom traditionellen Familienbild und die Angst vor ungesteuerter Zuwanderung sind Themen, die die AfD geschickt aufgreift. Ob ihre Lösungen greifen, spielt keine Rolle. Nach den Wahlerfolgen im Osten ist sie kein Außenseiter mehr – das erhöht die Anziehungskraft. Bei den etablierten Parteien dürfte Alarmstimmung herrschen. Bei der stark schwächelnden SPD ohnehin, aber auch bei der CDU. Deren Umfrageergebnis wirkt mit 42 Prozent zwar komfortabel. Will sie nicht dauerhaft mit schwachen, aber machtbewussten Sozialdemokraten koalieren, muss sie sich etwas einfallen lassen. Auch Angela Merkels Stern könnte sinken, wenn sie der Entwicklung der AfD tatenlos zusieht.

Mail an die Autorin: wet@hna.de

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