Kommentar zu Merkels Entschuldigung an Schwesig: Notwendig und klug

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Für das Gesetz zur Frauenquote muss Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) harsche Kritik einstecken - auch von der CDU. Ein Kommentar von Hagen Strauß.

Bislang stand die Union in der großen Koalition politisch auf der Sonnenseite. Obwohl vor allem die SPD ihre Themen durchgesetzt hat, schwächelt die Union in Umfragen nicht, genauso wenig gewinnen die Sozialdemokraten hinzu. So kann es bleiben, heißt es bei den C-Parteien. Die CDU döst vor sich hin. Manch einer begehrt nur auf, um die Partei aus dem inhaltlichen Tiefschlaf zu wecken, in den sie von Angela Merkel versetzt worden ist.

Hagen Strauß über Merkels Entschuldigung

Besonders der Streit um die Frauenquote zeigt, wie sehr es sich einige in der Partei kommod gemacht haben. Viele Männer, allen voran Fraktionschef Volker Kauder, begreifen offenbar nicht, dass es nicht allein um die Quote als solche geht. Dahinter steht eine grundsätzliche Debatte um gleichberechtigte Teilhabe von Frauen, die vielfach nicht existiert oder zu wünschen übrig lässt. Die zotigen Altherren-Sprüche haben auch Merkel alarmiert. Sie weiß, dass so etwas der Union gefährlich werden kann, weil es eine wichtige Wählergruppe verprellt - die der Frauen. Deshalb war Merkels Art der Entschuldigung bei Familienministerin Schwesig notwendig - und klug.

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