Kommentar zu Metro-Plänen: Akt der Befreiung

Der Handelsriese soll aufgespalten werden - und könnte so einen umstrittenen Aktionär loswerden, schreibt HNA-Redakteurin Martina Hummel.

Für die Metro-Gruppe käme die Teilung des Konzerns einem Befreiungsschlag gleich: Denn auf elegante Weise würde Vorstandschef Olaf Koch den streitbaren Media-Saturn-Mitbegründer Erich Kellerhals los. Bei der Aufspaltung hätte Kellerhals keine Mitsprache mehr. Für Koch, der sich nach der Neuordnung einzig um den Bereich Großhandels- und Lebensmittelgeschäft kümmern würde, wären Kellerhals und seine weitgehenden Veto-Rechte Geschichte.

Zwischen Metro und Kellerhals besteht grundsätzliche Uneinigkeit über die Ausrichtung des Elektronikhändlers. Deswegen wird über fast jede strategische Entscheidung, aber auch über die Besetzung von Führungspositionen vor Gericht gestritten. Auch den jetzigen Chef von Media-Saturn, Pieter Haas, lehnt Kellerhals ab.

Steht Media-Saturn aber ab Mitte 2017 als eigenständiges Unternehmen da, könnten die Streithähne neue Lösungen ausloten. Kellerhals müsste dann auch nicht mehr mit Koch um Auswege für einen Gesamtkonzern ringen.

Vielleicht könnte ja durch eine Neuordnung der Beteiligungsverhältnisse sogar auch der Dauerstreit befriedet werden. 

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