Kommentar zu den Nachwehen der Blockupy-Krawalle: "Irrweg der Linken"

Die Linken stehen nach der Blockupy-Gewalt bei der EZB-Neueröffnung im Kreuzfeuer der Kritik. Ein Kommentar von Max Holscher.

Die Linke könnte derzeit einen Krisenmanager gut gebrauchen. Im Fußball würde man einen „Feuerwehrmann“ holen, der die Punkte gegen den Abstieg holt. Die Partei versucht den Brand, an dem sie mitgezündelt hat, erfolglos selbst zu löschen – und muss sich zudem eine Grundsatzfrage stellen.

Im Landtag gab es für den Linken-Schlingerkurs in der Blockupy-Frage und dem Thema Gewalt eine verbale Ohrfeige nach der anderen. Die sonst um keinen Angriff verlegene Vorsitzende, Janine Wissler, wirkte kleinlaut. Die Partei weiß: Ihre Beteiligung an der Blockupy-Demo ist ein PR-Desaster – trotz mehrfachen Beteuerungen von Ulrich Wilken, dem Mitorganisator der Demo, dass er Gewalt niemals gutgeheißen habe. Doch das kommt zu spät.

Die Partei steht, wie es Mathias Wagner von den Grünen sagte, am Scheideweg: Will man weiter Sammelbecken für allerlei Gruppierungen sein oder sich davon abgrenzen? Der Pfad dazwischen hat sich als ziemlicher Irrweg erwiesen.

Lesen Sie auch:

Landtag fordert vergeblich Rücktritt von Linken-Politiker

Millionenschaden bei Blockupy-Krawallen

Schlagworte zu diesem Artikel

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.