Kommentar zu Negativ-Strompreis: System im Umbau

Wolfgang Riek über Kurzzeit-Folgen von Sturm Herwart

Nicht nur Zinsen können ins Minus rutschen - Strompreise auch. Tun sie das, dann werden garantierte Einspeisevergütungen für Wind- und Sonnenstromer aus dem Milliardentopf bedient, den die Stromkunden über die EEG-Umlage füllen. Mit den Merksätzen der reinen Marktwirtschaft hat Überschuss-Subvention wenig zu tun. Da haben Kritiker recht.

Als Sturmgeschütz, das nach jedem Sturm gegen die ganze Energiewende erneut in Stellung gebracht wird, taugt der EEG-Mechanismus aber auch nicht. Er zeigt vielmehr stundenweise, dass Atom- und Kohlekraftwerke, die alten Großzentralen unserer Energievergangenheit, nicht flexibel genug sind, um in neuen Zusammenhängen auf schwankende Vorgaben zu reagieren, die jetzt von Sonne und Wind kommen.

Und mit reiner Marktwirtschaftslehre hatte die Atomenergie ja auch nie zu tun. Staatshilfen flossen hier zu Hunderten Milliarden, die strahlenden Altlasten könnten auf Generationen gesehen leicht noch mehr kosten.

Die Energiewende hat stabile Umfragemehrheiten. Bis auf die AfD will keine Bundestagspartei das AKW-Zeitalter verlängern. Stellschrauben des Umbaus können die Jamaika-Sondierer jetzt nachjustieren. Setzt die FDP sich durch, würde Strom per Senkung der Stromsteuer billiger. wrk@hna.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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