Kommentar zur Eskalation an Grenze zu Österreich: Nur nehmen gilt nicht

An der deutsch-österreichischen Grenze in Niederbayern ist die Lage eskaliert. 2000 Flüchtlinge stürmten über die Grenze. Ein Kommentar zur Flüchtlingssituation von HNA-Redakteurin Petra Wettlaufer-Pohl.

Wir schaffen das? Gut möglich, dass die Menschen an der deutsch-österreichischen Grenze da nicht mehr so sicher sind. Wer nachts nicht weiß, wohin mit Kleinkindern und Schwangeren, ist schlicht verzweifelt. Und es ist noch nicht einmal wirklich Winter.

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Und doch sind die wiederholten Drohungen des bayrischen Ministerpräsidenten gegen Angela Merkel nichts als leere Worte. Was will er denn machen? Die Grenzen zu schließen, steht nicht in seiner Macht, deshalb hilft er den eigenen Leuten nicht mit seinen markigen Worten. Genauso wenig freilich hilft ihnen, wenn die Kanzlerin und ihr österreichischer Kollege Faymann beschwören, man stehe in ständigem Kontakt.

Das Problem, auch wenn es schon so oft gesagt ist, kann nur in ganz Europa gelöst werden. Es geht nicht an, dass osteuropäische EU-Staaten nur in Brüssel kassieren, sich aber jeder politischen Verantwortung der Gemeinschaft entziehen. Wer zur EU gehören will, muss die Regeln anerkennen.

Fremdenfeindlichkeit und Abschottung gegenüber Notleidenden gehören nicht dazu. Zur Not muss Brüssel eben am Geldhahn drehen.

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