Kommentar zur Neuauflage von "Mein Kampf": "Überholt von Aktualität"

Hitlers Hetzschrift "Mein Kampf" ist ab 2016 als kommentierte Ausgabe im Handel. Ein Kommentar von HNA-Nachrichtenredakteurin Petra Wettlaufer-Pohl

Wer Hitlers Hetzschrift lesen wollte, konnte das bisher schon tun. Dass allzu viele Menschen es getan haben, darf bezweifelt werden. Das Wiedererstarken rechtextremer Ideologien heute, hat mit der Lektüre dieses Machwerks jedenfalls nichts zu tun.

Umso skeptischer zu bewerten ist die Absicht des Münchner Instituts für Zeitgeschichte, „Hitler durch Wissen zu widerlegen“. Die Fakten sind doch bekannt. Sind die Konzentrationslager, der Holocaust, sind zigmillionen Kriegstote, Verfolgte, Vertriebene und Gedemütigte nicht genug? Wozu noch 3500 Anmerkungen auf 2000 Seiten lesen und stolze 59 Euro dafür ausgeben?

Die Erfolge von Pegida und der AfD, der es gerade mal eine Rüge wert ist, wenn ein Mitglied sich unter dem Schutz des demokratischen Rechtsstaates offen rassistisch gegen Flüchtlinge äußert, sind der Stoff, der uns heute beschäftigen muss. Um heute Gefahren von rechts zu erkennen, muss man mit wachem Verstand unterwegs sein. Und nicht „Mein Kampf“ gelesen haben.

Lesen Sie auch

Ab 2016 ist die Hetzschrift „Mein Kampf“ wieder frei verkäuflich

Schlagworte zu diesem Artikel

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.