Investoren kaufen HSH Nordbank

Nordbank-Verkauf lässt für die Beschäftigten Schlimmes befürchten

Wolfgang Blieffert über das Ende einer Staatsbank

Investoren aus den USA und Großbritannien kaufen die HSH Nordbank. Das Ende des Staatsbank kommentiert Nachrichtenredakteur Wolfgang Blieffert.

In der griechischen Mythologie ist Cerberus der Hund, der das Tor der Hölle bewacht, damit kein Toter dort herauskommt. Insofern passt es ins Bild, wenn jetzt ein US-Investor namens Cerberus die HSH Nordbank schluckt: Die erste Privatisierung einer deutschen Landesbank steht am Ende einer Geschichte von gewagten Finanzkonstrukten und kollabierenden Märkten, von versagenden Bankern und überforderten Politikern, vom Absturz zweier Bundesländer in die Schuldenhölle. Da ist schwer wieder herauszukommen.

Zwischen 10 und 15 Milliarden könnte das Finanzdebakel Hamburg und Schleswig-Holstein kosten, die eine kleine Landesbank zu einem Global Player machen wollten und damit schrecklich scheiterten. Das sind Summen, mit denen man angeblich 14 Elbphilharmonieen hätten bauen. Oder eben Wohnungen und Straßen, Kitas und Krankenhäuser.

Die Investoren wollen die Bank rentabler und schlanker machen. Was das bedeutet, bleibt vorerst unscharf. Als „Heuschrecke“ bezeichnet Kiels Finanzministerin Heinold die neuen Besitzer. Das lässt für die Bank-Standorte Hamburg und Kiel sowie die Beschäftigten Schlimmes befürchten. 

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