Kommentar zu riskanten Überholmanövern: "Ohne Verstand am Steuer"

Petra Wettlaufer-Pohl

Besonders junge Männer neigen Untersuchungen zufolge zu riskanten Überholmanövern auf Landstraßen. Mehr Überholverbote und stärkere Kontrollen sind deshalb wichtig. Ein Kommentar von Petra Wettlaufer-Pohl.

Es ist eine Binsenweisheit: Wer nichts sieht, weil eine Straßenkuppe, eine Kurve oder auch schlechte Wetterbedingungen die Sicht einschränken, darf nicht überholen. Punkt. Da braucht es weder eine durchgezogene Linie noch ein zusätzliches Schild. Es braucht schlicht den Verstand des Fahrers.

Dass es gerade junge Männer sind, die, kaum haben sie den Führerschein in der Tasche, meinen, sich auf dem Gaspedal austoben zu müssen, überrascht nicht. Selbstüberschätzung ist in dem Alter nichts Ungewöhnliches.

Wenn aber das Auto dabei zur gefährlichen Waffe wird, sind verständnisvolle Reaktionen fehl am Platz. Überholverbote zu missachten, ist auch dann kein Kavaliersdelikt, wenn nichts passiert. Verstärkte Kontrollen und Sicherheitskampagnen können durchaus etwas bewirken. Denn auch wenn Autos mehr technische Hilfen bekommen: Mehr Sicherheit auf der Straße gibt es nur, wenn das Bewusstsein für die Folgen riskanter Überholmanöver geschärft ist. Ansonsten werden die Risikobereiten von heute auch morgen ohne Verstand ausscheren.

Mail an die Autorin: wet@hna.de

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