Kommentar zum Online-Shop der AfD: "Finanznot macht erfinderisch"

Barbara Will über den Edelmetall-Shop der AfD

Kassel. Um die Partei-Kasse aufzubessern, verkauft die AfD in einem Online-Shop Münzen und Barren. Ob sich die Goldanlage lohnt, ist allerdings fraglich, meint HNA-Redakteurin Barbara Will.

Finanznot macht erfinderisch. Mit dem Goldhandel will die AfD ihre Parteikasse aufbessern – und vor allem staatliche Subventionen retten. Denn die Zuschüsse, die sich teilweise nach dem Wahlerfolg richten, dürfen nicht höher sein als die anderen Einnahmen der Partei.

Falls bei diesem Rechenspiel nicht der schmale Gewinn mit dem Edelmetall angesetzt wird, sondern der Umsatz, ist die Idee mit Krügerrand und Maple Leaf für die AfD Gold wert. Logisch ist sie auch, schließlich traut die Partei dem Euro in puncto Stabilität nicht über den Weg.

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Der Wähler fragt sich, ob hier das Parteiengesetz befolgt oder ausgetrickst wird. Er kann sich nur damit trösten, dass sich auch die etablierten Parteien wirtschaftliche Aktivitäten nicht verkneifen. Die Palette reicht von Beteiligungen über Immobilienbesitz bis zu nahestehenden Stiftungen.

Ob die AfD allerdings ihren Kunden zu Wohlstand verhilft, ist fraglich. Denn ob sich die Goldanlage lohnt, hängt allein von den Rohstoffmärkten ab. Wer auf Nummer sicher gehen will, bestellt vorsichtshalber die goldene D-Mark-Gedenkmünze. Die taugt dann wenigstens als glänzende Erinnerung an Vor-Euro-Zeiten.

wll@hna.de

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