Warum nach dem Terror in Paris nichts mehr ist wie vorher

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Die Anschläge von Paris entfalten in vielfacher Hinsicht Erschütterungen in den Gesellschaften der westlichen Welt. Ein Kommentar von Chefredakteur Horst Seidenfaden.

Das Entsetzen über die Taten weicht, wie am 11. September 2001, dem Erkennen, dass ein Tag die Welt zum Bösen verändert hat - unumkehrbar, weil wieder neue Grenzen überschritten wurden.

Das mischt sich mit dem Entsetzen darüber, dass wir 70 Jahre nach dem letzten Weltenbrand plötzlich mittendrin sind in einer neuen Form des Kriegs. Die Angreifer sind da, bis zu ihren Taten unsichtbar, wie am Freitag in Paris. Deutschland hatte bisher Glück, Terrorangriffe konnten verhindert werden - doch wir müssen seit diesem Wochenende mit einer neuen Bedrohung rechnen. Unser Leben wird ein anderes werden, zumindest was diese Gefühlslage betrifft.

Und gleichzeitig müssen wir uns hüten, alles Fremde an Kultur und Religion als Bedrohung zu empfinden. Würde diese dauernde Misstrauen aus den Taten des Freitags resultieren, so wäre die Spaltung der Gesellschaft auch ein Erfolg für die Terroristen. Das darf nicht sein.

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