Kommentar zur Pflegereform: Erfolg nicht zerreden

Sicher gibt es bei der Pflege noch eine Menge zu tun, aber man sollte auch das Erreichte anerkennen, meint HNA-Redakteurin Petra Wettlaufer-Pohl.

Mehr zu verlangen geht immer. Trotzdem ist die Verabschiedung der zweiten Stufe der Pflegereform ein gutes Signal. Denn jetzt haben auch Hunderttausende Demenzkranke eine Chance, von der Pflegeversicherung zu profitieren. Angesichts der Bedeutung, die diese Krankheit in unserer Gesellschaft gewonnen hat, sollte dieser Erfolg nicht zerredet werden.

Es ist zudem ein nicht zu unterschätzender humanitärer Fortschritt, dass Pflegebedürftigkeit jetzt nicht mehr danach bewertet wird, wie viele Minuten jemand braucht, um für die alten Menschen das körperlich Notwendige zu leisten, sondern dass das Augenmerk jetzt darauf liegt, was ein Mensch noch selbst tun kann und welche Hilfen er braucht.

Pflege ist teuer und auch vorbeugende Maßnahmen müssen bezahlt werden. Mithin ist es kein Thema, das Politikern Freude bereitet. Im Gegenteil: Jeder weiß, dass auch diese Reform Stückwerk bleibt, wenn nicht mehr Personal zur Verfügung steht, das sich um die Menschen kümmert. Es bleibt also noch viel zu tun.

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