Meinung

Kommentar zur Pflegeversicherung: Gesellschaft in der Pflicht

Immer mehr Menschen sind auf Sozialhilfe angewiesen. Nun fordert der Sozialverband VdK Hessen-Thüringen einen Sozialausgleich. HNA-Redakteurin Petra-Wettlaufer-Pohl kommentiert das Thema Pflegeversicherung.

Schon in den 80er-Jahren forderten Sozialpolitiker die Pflegeversicherung, weil sie alte und kranke Menschen vor dem Gang zum Sozialamt bewahren wollten. Doch jetzt, fast 20 Jahre nach deren Einführung, muss die Pflegeversicherung als gescheitert gelten. Denn die Leistungen reichen bei Weitem nicht, um die Kosten der Pflege zu decken. Und das wird noch schlimmer werden, denn künftige Rentner haben noch weniger Geld in der Tasche als heutige. Menschen, die heute schon wenig verdienen, zu weiterer privater Vorsorge aufzufordern, ist lächerlich. Wie soll das gehen? Auch Angehörige, die selbst privat vorsorgen müssen fürs Alter, sind kaum mehr belastbar.

Auf der anderen Seite sitzen die privaten Versicherungen auf hohen Überschüssen. Hier muss die Politik ansetzen. Pflege ist eine gesellschaftliche Verantwortung - und sollte aus einem gemeinsamen Topf finanziert werden. Ein sozialer Ausgleich unter denen, die ohnehin zu wenig haben, kann nicht funktionieren. Wer, wenn nicht eine große Koalition, sollte sich zur Pflicht machen, diese Probleme zu lösen?

E-Mail: wet@hna.de

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