Kommentar zur geplanten Förderung kleinerer Bahnhöfe: Auf dem platten Land

Der Bund plant, kleinere Bahnhöfe zu fördern. Ein Kommentar dazu von unserem Korrespondeten Hagen Strauß.

Nicht auf den Prestigestrecken, sondern auf dem platten Land erleben die Kunden die wirklichen Probleme des Bahnfahrens. Keine oder nur schlechte Anbindungen, verspätete und überfüllte Züge, marode und nicht barrierefreie Bahnhöfe. Wer mobil bleiben will, braucht aber gerade in den ländlichen Räumen die Bahn, benötigt Busse und den öffentlichen Nahverkehr. Das wiederum passt nicht ganz in das Konzept des Konzerns, der sich schon seit längerem auf die Zentren konzentriert.

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Umso wichtiger ist es, dass überall dort investiert wird, wo man derzeit noch ein- und aussteigen kann. Gemeint sind damit nicht die Milliardeninvestitionen in Prestigeprojekte. Wo Bahnfahren eher kein Spaß ist, muss Geld hinfließen. Das ist dringend notwendig. Dazu gehören die kleinen Stationen, die maroden Haltepunkte. Mobilität gehört zur Daseinsvorsorge. Insofern ist das Sonderprogramm ein gutes Programm.

Doch es hat Haken. Zum einen müssen Länder und Kommunen draufzahlen. Viele haben im Moment andere Sorgen, als kleine Bahnhöfe fahrgastgerecht zu sanieren. Außerdem haben bayerische Bundesminister die Angewohnheit, speziell den Freistaat im Blick zu haben. Kleine Bahnstationen müssen aber im gesamten Bundesgebiet umgebaut werden.

Deshalb gilt es, bei der Bewilligung der Projekte und der Verteilung des Geldes Alexander Dobrindt genau auf die Finger zu schauen.

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