Kommentar zu Putin, der sich zur Krim äußerte: Russische Heldensagen

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Knapp ein Jahr nach der Einverleibung der Krim hat Kremlchef Wladimir Putin überraschend deutlich Einzelheiten der Kommandoaktion offen gelegt. Ein Kommentar von Werner Kolhoff.

Es war immer misslich für Wladimir Putin, dass er die Krim zwar erfolgreich heim ins russische Riesenreich geholt hatte, über seinen Anteil daran aber aus taktisch-strategischen Gründen nicht so recht reden durfte. Der versteckte Einsatz der russischen Soldaten erinnerte irgendwie an eine pubertäre Mutprobe, die man den Mädchen nicht zeigen kann.

Doch schlägt in des Präsidenten Brust zugleich das Herz eines Mannes, der seinem Volk als der größte russische Held seit Menschengedenken gelten möchte. Und so war absehbar, was ziemlich genau ein Jahr nach der Einverleibung der Halbinsel im Schwarzen Meer jetzt geschehen ist: Die Veröffentlichung einer Heldensaga exklusiv fürs russische Fernsehen, in der Putin sich als Initiator der ganzen Krim-Aktion zu erkennen gibt.

Wetten, dass es in einem Jahr über die Schlacht um den Donbass ganz ähnliche Bekenntnisse geben wird? Sonst hätte sie ja auch keinen Sinn gemacht.

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