Kommentar zum Raketenabwehrsystem Meads: Riskantes Projekt

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Raketenabwehrsystem MEADS

Mit der neuesten Bestellung der Bundeswehr muss Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen zeigen, dass sie es besser kann als ihre Vorgänger, meint HNA-Korrespondent Stefan Vetter

Flugzeuge, die nicht fliegen, Gewehre, die vorbei schießen und megateure Rüstungsgüter, die wegen ihrer Lieferverzögerung längst überholt sind – bislang konnte Ursula von der Leyen stets auf dieGnade ihres späten Amtsantritts verweisen, um für derlei Missstände bei der Bundeswehr politisch nicht in Haftung genommen zu werden.

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Mit der Entscheidung für die Anschaffung einer neuen Generation von Kampfschiffen sowie eines neuen Luftabwehrsystems ändert sich das schlagartig. Fortan wird die Ministerin direkt Verantwortung tragen, wenn es bei diesen Vorhaben hakt. Handelt es sich doch um die wichtigsten rüstungspolitischen Weichenstellungen der letzten Zeit – und um die teuersten dazu.

Im Herbst 2014 war ein von der Ministerin in Auftrag gegebenes Gutachten veröffentlicht worden, das die Mängel beim Ankauf von Wehrmaterial für die Bundeswehr schonungslos offenlegt. Von der Leyen sollte aus dieser schmerzlichen Bestandsaufnahme gelernt haben. Falls die neuen Raketen und Schiffe dennoch zu einem Milliardengrab werden, ist die potenzielle Merkel-Nachfolgerin politisch erledigt.

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