Viel Psychologie im Spiel

Kommentar zur Rentenungleichheit: Quadratur des Kreises

Auch 24 Jahre nach der Einheit gibt es unterschiedliche Renten in Ost und West. Der Westen hat nach wie vor das Nachsehen. Ein Kommentar von Petra Wettlaufer-Pohl.

Beim Thema Rente ist viel Psychologie im Spiel: Die Menschen in den alten Bundesländern sehen mit Argwohn, dass die Renten in den neuen Ländern stärker steigen. Sie übersehen dabei, dass die meisten Menschen dort trotzdem weniger Geld in der Tasche haben.

Aber nicht alle, denn dank ununterbrochener Erwerbsbiografien zu DDR-Zeiten haben zumindest die heutigen Rentner längere Beitragszeiten als Arbeitnehmer im Westen. In den östlichen Ländern wiederum ist vielen der unterschiedliche Rentenwert ein Dorn im Auge. Eine Angleichung muss in ihren Augen also Verbesserungen bringen.

Für die Politik ist das 2020 gesteckte Ziel die Quadratur des Kreises. Zumal die Bundesregierung mit ihrem Rentenpaket gerade dabei ist, die gut gefüllte Rentenkasse zu plündern. Davon abgesehen: Solange das Lohnniveau in West und Ost unterschiedlich ist, solange können die Renten nicht gleich sein - jedenfalls nicht auf Kosten der Versicherten. Wer bei einer Neuregelung den Aufschrei im Osten vermeiden will, muss Steuergeld lockermachen. Das wiederum dürfte im Westen drei Jahrzehnte nach dem Mauerfall kaum Beifall finden.

Kontakt zum Autor: wet@hna.de

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