HNA-Meinung

Kommentar zur Rolle der EU in der Krim-Krise: EU unter Schock

Detlef Drewes über die EU und den Ukraine- Konflikt

Auf der Krim-Halbinsel spitzt sich der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine zu. Diplomatische Bemühungen der Europäer zeigten bisher keine Wirkung. Ein Kommentar von Brüssel-Korrespondent Detlef Drewes.

Wladimir Putin kann zufrieden sein. Die Europäer haben es nicht geschafft, einen entschlossenen und geschlossenen Eindruck zu hinterlassen. Zwar hat es in Brüssel nicht an deutlichen Worten gefehlt. Die politische Aktion aber blieb weit hinter dem zurück, was die Stellungnahmen der vergangenen Tage erwarten ließen.

Die EU wird sich nun dem Vorwurf ausgesetzt sehen, zu schwach und zu weich zu sein und damit Russland regelrecht das Feld zu überlassen. Dabei hat Putin tiefer als je zuvor das in ihn gesetzte, immer schon begrenzte Vertrauen zerstört. Nicht nur Kiews frischgebackener Regierungschef Arseni Jazenjuk fragte in Brüssel, wie lange man dem Treiben Russlands noch zusehen wolle und wann die Grenze überschritten sei. Aber die Gemeinschaft gibt sich nicht nur tief geschockt, sie ist es. Und diese Betroffenheit wird für viele Jahre die Beziehungen zu Moskau verändern.

Dennoch benötigt die EU nun Brücken nach Osten. Es reicht nicht mehr, auf der Ebene der Außenminister Vorgespräche zu führen. Die Chefs werden gebraucht, um den Forderungen Europas den notwendigen Nachdruck zu verleihen.

E-Mail an den Autor: nachrichten@hna.de

Schlagworte zu diesem Artikel

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.