Kommentar zum runden Tisch zur Werraversalzung: Unmut verständlich

Kassel. Bad Sooden-Allendorfs Bürgermeister Frank Hix hat die Mitarbeit am runden Tisch zur Werraversalzung in Frage gestellt. Ein Kommentar dazu von Wolfgang Riek.

Kommt Thüringen jetzt mit ins Boot, dann stellen die Grünen in Kürze fünf von sieben Umweltministern im Einzugsgebiet von Werra und Weser. In deren Amtszeit könnten Weichenstellungen fallen, die den Flüssen die von der EU geforderte bessere Gewässerqualität verschaffen. Das käme aber extrem langsam und auf mehr als ein halbes Jahrhundert portioniert. Ihre Rolle als Salzabwasserentsorger würde den Flüssen zudem auf Jahrhunderte festgeschrieben. Der Vier-Phasen-Plan von Hessen und K+S ist eher nichts, mit dem ein Grüner sich im Geschichtsbuch wiederfinden will.

Lesen Sie auch:

Rücktrittsdrohungen am runden Tisch und Werbung für Hessen/K+S-Plan

Wenn da am runden Tisch mancher die Faust in der Tasche ballt, Umweltverbände gar mit Rückzug reagieren, kann man das gut verstehen. Das vom runden Tisch favorisierte Nordseerohr ist entsorgt, für den neuen Plan brauchten Hessen und K+S das Gremium sowieso nicht. Die Beratung ist durch, handeln müssen die Akteure, der Protest hat sich längst eigene Plattformen gesucht. Falls Hessens Plan - mit Nachbarschaftshilfe oder ohne - in Brüssel durchfällt, muss ganz neu gedacht werden, egal an welchen Tischen. wrk@hna.de

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.