Bald 73 Cent weniger pro Monat

Kommentar zur Senkung des Rundfunkbeitrags: "Nur ein erster Schritt"

Der Rundfunkbeitrag soll bald sinken. Doch viel Freude wird bei den meisten Bürgern nicht herrschen: Nur 73 Cent weniger wollen die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten verlangen. Ein Kommentar von Jörg S. Carl aus der HNA-Nachrichtenredaktion.

73 Cent. Um diesen Beitrag soll der Rundfunkbeitrag pro Monat sinken. Ist das angemessen oder gar gerecht angesichts von 1,15 Milliarden Euro Zusatzeinnahmen und bisher fast 7,5 Milliarden Euro Gesamteinnahmen für die öffentlich-rechtlichen Sender? Wir wissen es nicht und werden es nie richtig beurteilen können. Denn die Sender lassen sich nicht in die Bilanzen schauen.

Jörg S. Carl

Für was und wen sie ihr Geld ausgeben, bleibt meist im Dunkeln. Öffentliche Kontrolle der Öffentlich-Rechtlichen findet nicht wirklich statt. Eine Expertenkommission empfiehlt die Beitragssenkung, sie meint, die Bedürfnisse der Sender zu kennen.

Immerhin, der geringere Beitrag ab 2015 wäre ein erster Schritt, dem weitere folgen sollten, um die öffentlich-rechtliche Schiene weiter zum wirtschaftlichen Handeln zu zwingen. Die Sender scheinen durchaus bereit dazu. Sie erhoffen sich von der Beitragssenkung zudem wieder eine breitere Akzeptanz in der Bevölkerung. Denn die schwindet.

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Rundfunkbeitrag soll bald gesenkt werden

Kein Wunder: Das Programm, vor allem das ZDF, passt sich zunehmend den Privatsendern an. Und der Rundfunkbeitrag wird allgemein als Zwangsabgabe empfunden. Sie muss gezahlt werden, unabhängig davon, ob ARD, ZDF und die Dritten überhaupt geschaut werden; ja unabhängig davon, ob überhaupt Fernsehen und Radio empfangen wird. Letzteres ist ein Stück aus dem Tollhaus des deutschen Michels, über den die Justiz hoffentlich bald klärend entscheidet.

Rubriklistenbild: © Thomas Rosenthal

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