Kommentar: Jan Schlüter über Wulffs Umgang mit der Öffentlichkeit

Wulff, Wulff, Wulff. Der Bundespräsident möchte aus den Schlagzeilen und sorgt ständig für neue. Im Fernsehen, im Radio, den Online-Medien und den gedruckten Blättern: Christian Wulff allerorten.

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Wulff zur Kritik: 20:15 Uhr im TV - im Internet schon früher

War zu Beginn die krude Finanzierung seines Eigenheims eher ein harmloses Skandälchen, entwickelt sich sein Umgang mit der Öffentlichkeit zu einer handfesten Affäre.

Jan Schlüter, stellv. Chefredakteur

Wulffs Umgang mit der Presse wirft ein Licht auf sein Amtsverständnis. Herr Präsident macht Druck auf Chefredaktionen, spricht kurzerhand harsche Worte auf den Anrufbeantworter des Chefredakteurs der Bild-Zeitung. Und heute? Wieder keine echte Offenheit. Stattdessen ein TV-Gespräch mit ausgewählten Medien.

Die Macht des Präsidenten geht vom Worte aus. Autorität und Würde seiner Vorgänger beruhten stark auf dem, was sie zu sagen hatten. Unvergessen ist die so genannte Ruck-Rede von Roman Herzog.

Christian Wulff wird nach den Veröffentlichungen über seine Eigenheim-Finanzierung und sein Intervenieren bei der Presse nicht mehr die Wirkung eines Roman Herzog oder Richard von Weizsäcker entfalten können.

Schlimmer noch: Er wird zum Gespött - nicht nur von Satirikern.

E-Mail an den Autor: jas@hna.de

Rubriklistenbild: © dpa

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