Kommentar zum Schulvergleich

Kommentar zum Schulvergleich: Rette sich, wer kann

Tibor Pézsa über den Schulvergleich

Kassel. Nach einem Grundschul-Bundesländervergleich steht fest: Im Süden lernen die Kinder vielfach besser. Doch wie aussagekräftig sind diese Studien? Ein Kommentar von Politikredakteur Tibor Pézsa.

Eltern, die zwei, drei Kinder an unterschiedlichen Schulen haben, können mitreden: Über Erfolg und Misserfolg entscheiden so viele Faktoren, dass man unter dem Strich kaum sagen kann: Am Lehrer liegt´s, an der Schule, am Elternhaus oder auch: am Schüler. Da helfen auch noch so viele Schulstudien nicht.

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Tatsache ist, dass das föderale Bildungssystem Deutschlands die Unübersichtlichkeit und die Zersplitterung von Leistungszielen und -möglichkeiten fördert statt begrenzt. So kommt es, dass ein Schüler in Bayern früher als beispielsweise in Berlin wissen kann, in welcher Schublade er sich befindet und welche Hoffnungen er sich abschminken sollte. Aber ist das gut?

Der Erkenntniswert eines Vergleichs von Grundschulen in Berlin-Neukölln oder in Hamburg-Wilhelmsburg mit Grundschulen im ländlichen Niedersachsen oder Hessen ist von vornherein dürftig. Für die meisten Eltern und Lehrer gilt ohnehin: Rette sich, wer kann. Mädchen können besser lesen und Jungs besser raufen? Das wusste schon Wilhelm Busch. Der hat es nur besser formuliert als Pisa, IQB, Iglu, Timss & Co.

tpa@hna.de

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