Kommentar zu Servicestellen für Facharzttermine: Sinnvoller Versuch

Stefan Vetter zum Start der zentralen Terminvergabe für Facharzttermine

Jetzt fällt der Startschuss für die Servicestellen - für die Patienten ist das gut, meint HNA-Korespondent Stefan Vetter.

Es gibt zahlreiche Untersuchungen, die belegen, dass gesetzlich Versicherte länger auf einen Arzt-Termin warten müssen als Privatpatienten. Ein großes Ärgernis, keine Frage. Ob die neu eingerichteten Terminvergabestellen da helfen können?

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Wunder sind hier sicher nicht zu erwarten. Trotzdem macht das Gesetz Sinn. Wenn sich innerhalb von vier Wochen kein Termin bei einem niedergelassenen Mediziner findet, kann der Patient nämlich ersatzweise auf die Behandlung durch ein Krankenhaus pochen. Die Vergütung in der Klinik geht dann zu Lasten des Honorartopfs der Praxisärzte. Das könnte durchaus ein Druckmittel sein, um dem Patienten zu seinem Recht zu verhelfen. Denn beim Geld hört die Freundschaft bekanntlich auf. Auch unter den einzelnen Medizinergruppen.

Ärzte-Präsident Frank Ulrich Montgomery indes hatte schon vor drei Jahren behauptet, dass „fast alle Patienten“ in dringenden Fällen innerhalb von vier Wochen behandelt würden. Wenn dem wirklich so ist, hätten die neuen Servicestellen praktisch nichts zu tun. Doch das darf getrost bezweifelt werden.

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