Kommentar zu sexueller Belästigung im Job: Eine Frage des Respekts

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Das Thema ist nicht lustig: Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz. Dazu ein Kommentar von HNA-Nachrichtenredakteur Wolfgang Blieffert.

Auch wenn unterstellt werden darf, dass im Büro, in der Kneipe oder im Fitnessstudio gelästert, gewitzelt und gehöhnt wird, wenn das Gespräch auf sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz kommt.

Jeder kennt solche Sprüche und Witze, jeder die entsprechende Anmache. Aber nur wenige schreiten ein, immer noch zu wenige setzen sich zur Wehr.

Natürlich kann man das Problem verniedlichen und auf noch schlimmere Verhältnisse in anderen Regionen und Kulturen verweisen. Auf akzeptiertes Machoverhalten, gesellschaftlich geduldete sexuelle Gewalt, auf Zwangsverheiratungen. Und natürlich will auch niemand Verhältnisse wie in puritanischen Regionen der USA, wo schon Sechsjährigen juristische Sanktionen angedroht wurden, weil sie Sandkasten-Freundschaften mit einem Kuss besiegeln wollten.

Nein, all das wollen wir nicht. Aber darum geht es auch gar nicht. Es geht um einen zivilisierten Umgang miteinander. Dazu gehört der Verzicht auf Dinge, die der oder die andere als Belästigung empfindet. Es geht um Respekt. Ist das wirklich so schwer zu begreifen?

Lesen Sie dazu auch:

- Studie: Jeder Zweite erlebt sexuelle Belästigung im Job

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