Kommentar zu sicheren Herkunftsländern: Kriminellen ist es egal

Die Bundesregierung debattiert über die Rückführung von ausländischen Tätern in so genannte sichere Herkunftsländer. Ein Kommentar dazu von Nachrichten-Redakteurin Petra Wettlaufer-Pohl.

Die sexuellen Belästigungen von Frauen in der Silvesternacht haben die Republik schockiert. Da hilft es wenig, auf Grapscher beim Oktoberfest zu verweisen oder auf deutsche Sex-Touristen, die sich in Thailand holen, was hier geächtet ist. Es darf nicht sein, dass Menschen ihre Freiheit einschränken müssen, um sexuellen Attacken durch wen auch immer zu entgehen.

Als sicher gilt, dass das Gros der mutmaßlichen Täter von Köln aus Nordafrika stammt. Deshalb liegt nahe, Täter dort wieder hinzuschicken. Denn sie sind nicht die integrierten und hier verwurzelten Altfälle, die die Grünen meinen. Es sind Kriminelle, die Gesetze nicht achten.

Und die - da sollte die Politik ehrlich bleiben - wird sie nicht einfach los, indem sie ihre Heimatländer für sicher erklärt. Das schreckt andere vielleicht ab zu kommen. Aber Diebe und Belästiger schert nicht, dass die Chancen auf Asyl gleich null sind. Sie schlagen sich trotzdem irgendwie durch - zu Lasten derer, die unseren Schutz tatsächlich brauchen. So unbefriedigend es auch sein mag: Ihnen ist nur beizukommen, wenn die Polizei uns vor ihnen schützt wie vor anderen Kriminellen auch.

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