Kommentar

"Die Bürger zweifeln":  Wolfgang Blieffert über Gabriel und die Energiewende

Die EU hat das Verfahren gegen das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz gestartet. Vor diesem Hintergrund warnte Energie- und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) am Donnerstag vor einer „dramatischen Deindustrialisierung“. Dazu ein Kommentar von HNA-Redakteur Wolfgang Blieffert:

"Am Anfang stand die Katastrophe: Als es 2011 in Fukushima zur Kernschmelze kam, schmolzen auch all die Argumente vom beherrschbaren Restrisiko der Atomenergie dahin.

Im fernen Deutschland verkündete die Kanzlerin den Ausstieg aus der Kernkraft und den Einstieg in die Energiewende. Die Überraschung darüber war so groß wie die allgemeine Zustimmung.

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Drei Jahre danach ist die Euphorie verflogen. Aus dem großen gesellschaftlichen Projekt, wie es Ex-Umweltminister Klaus Töpfer beschworen hatte, ist ein kleinliches Hickhack um Ausbauziele und Umlagen, Festvergütungen und Verschmutzungszertifikate geworden. Denn der Teufel steckt im Detail:

Es hieß doch, dass Wind und Sonne keine Rechnung ausstellen – nun aber steigen die Strompreise. Die Energiewende werde massenhaft neue Jobs schaffen – doch viele junge Solarfirmen machen schon wieder die Grätsche. Und der Gewinn für die Umwelt? Wird aufgefressen vom Klimakiller Braunkohle.

Ob Sigmar Gabriels am Donnerstag verkündete Politik in die richtige Richtung weist, vermögen die meisten Bürger nicht mehr zu beurteilen. Deren Zustimmung aber ist notwendig, soll die Energiewende nicht im Chaos enden." bli@hna.de

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