Kommentar zu Sigmar Gabriels Bezügen: Teurer Genosse

Der SPD-Chef lässt sich die Arbeit als Vorsitzender trotz Ministergehalt und Diäten bezahlen. Dazu ein Kommentar unseres Berliner Korrespondenten Stefan Vetter.

Stefan Vetter über Sigmar Gabriels Dreifach- Bezahlung

Geht es ums eigene Salär, können Polit-Promis schnell ins Zwielicht geraten. Zumal wenn sie eine Partei repräsentieren, die sich der sozialen Gerechtigkeit verschrieben hat. Als im Sommer 2010 ruchbar wurde, dass der damalige Linken-Chef Klaus Ernst gleich dreifach kassierte – neben seinen Bundestag-Diäten auch noch ein paar Extra-Tausender von Partei und Fraktion –, wurde der öffentliche Druck so groß, dass er zumindest auf sein Fraktionsgehalt verzichtete. Nun hat es Sigmar Gabriel erwischt.

Auch er darf sich über drei Gutschriften pro Monat auf seinem Gehaltskonto freuen. Nun ist unbestritten, dass Spitzenpolitiker auch gutes Geld verdienen sollen. Die Bürger haben allerdings ein feines Gespür dafür, ob jemand den Bogen überspannt. Ein Gehalt von knapp 20.000 Euro für den Chef der sozialdemokratischen Partei mutet schon erstaunlich an.

Der Ernst-Fall vor vier Jahren war für die Linke Anlass, transparente Vorschriften einzuführen. Genau das sollte jetzt auch die SPD tun – schon im Interesse der öffentlichen Reputation ihres teuren Spitzengenossen.

E-Mail: nachrichten@hna.de

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