Kommentar zum Bewegungsmangel: "Zum Sport bewegen"

Sportmediziner schlagen Alarm. Aufgrund von Bewegungsmangel seien zu viele Kinder übergewichtig. Um das Problem zu lösen sind Schule und Elternhaus gleichermaßen gefragt - ein Kommentar von Barbara Will.

Wächst in Deutschland eine Generation pfundiger Bewegungsmuffel heran, die lieber daddelt als dribbelt? Tatsächlich sitzt gut ein Drittel der Jugendlichen mehr als vier Stunden am Tag vor dem Computer. Doch es gibt auch andere Zahlen, zum Beispiel diese: Mehr als die Hälfte der Drei- bis 17-Jährigen ist in einem Sportverein. Bewegung steht also bei Heranwachsenden hoch im Kurs.

Doch wann und wo sollen sich Kinder austoben, die den größten Teil des Tages in der Schule sitzen? Schulen und Tagesstätten müssen für Bewegung sorgen. Heranwachsende zum Sport zu motivieren, kann aber nicht allein ihre Aufgabe sein. Hier müssen die Eltern ran: mit Erklärungen und vor allem mit gutem Beispiel. Je dicker und ungelenker Kinder geworden sind, desto schwerer wird es, sie für Sport zu begeistern.

Studien belegen, dass vor allem Kinder aus sozial schwachen Familien an Bewegungsarmut und Übergewicht leiden. Die Vereinskinder stammen hingegen überwiegend aus gut situierten Verhältnissen. Sportprogramme müssen deshalb alle Schichten ansprechen: Überzählige Pfunde als soziale Stigmatisierung – das darf man den Kindern nicht antun.

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