Verdächtiges Paket am Weihnachtsmarkt gefunden

Kommentar zum Sprengsatzfund in Potsdam: Besonnen und professionell

Die Mehrheit der Deutschen trotzt der Terrorgefahr und lässt sich den Weihnachtsmarktbesuch in diesem Jahr nicht nehmen." Diese Meldung verbreitete am Freitag noch am Vormittag ein Meinungsforschungsinstitut. Das sagt Redakteur Tibor Pézsa zu dem Sprengsatzfund in Potsdam.

Wenige Stunden später identifizierten Polizeiexperten in Potsdam ein verdächtiges Paket als USBV: eine unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtung. Das in solchen Fällen übliche Alarmszenario nahm seinen Lauf.

Wie immer in solchen Lagen muss vor voreiligen Schlüssen oder gar Schuldzuweisungen gewarnt werden. Nur so viel ist klar: Ja, es sah wie eine Bombe aus, war aber wohl nur eine Attrappe. Der Potsdamer Weihnachtsmarkt wurde geräumt. Die Behörden tun ihre Arbeit. Waren es Terroristen? Eine Beziehungstat? Ein Trittbrettfahrer? Ein Dumme-Jungen-Streich? All dies muss nun in mühsamer Polizeiarbeit aufgeklärt werden.

Willkommen im Deutschland des Jahres 2017. Wer hätte solche blindwütigen Angriffe und Scheinangriffe auf die öffentliche Sicherheit noch vor wenigen Jahren für möglich gehalten? Doch der Freitag zeigt vor allem, was das wichtigste Ziel der Täter und ihrer Trittbrettfahrer ist: Misstrauen, Hysterie und Unruhe zu stiften. Genau dies gelang wieder einmal nicht. Umsichtig, gelassen und professionell reagierten Bevölkerung und Polizei. Das ist die entscheidende Botschaft von Potsdam. Sehen wir uns auf dem Weihnachtsmarkt? Na klar.

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