Kommentar zur Stimmung in der CDU: Nur Momentaufnahmen

In Umfragen sieht die Union derzeit für ihre Verhältnisse schlecht aus, aber das hat nichts zu sagen, meint HNA-Korrespondent Stefan Vetter.

Nur noch 36 Prozent der Wahlberechtigten würden der Union ihre Stimme geben, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre. Na und? Bis zum nächsten bundesweiten Urnengang dauert es noch zwei Jahre. Und nach allen Erfahrungen ist es auch nicht ungewöhnlich, wenn die führende Regierungspartei zur Halbzeit der Legislaturperiode schlechter dasteht als bei ihrem letzten zentralen Wahlerfolg.

Das Außergewöhnliche war eher, dass der Höhenrausch für Angela Merkel einer Dauerwerbesendung glich. Entsprechend verwöhnt waren ihre eigenen Truppen. Nun macht sie sozusagen der Normalzustand nervös. Es gärt in der Union wegen der Flüchtlingspolitik. Und prompt werden Spekulationen laut, die Kanzlerinnen-Tage Merkels könnten gezählt sein.

Doch das ist Unsinn. CDU und CSU haben kein besseres Zugpferd. Und selbst Wolfgang Schäuble, der nun als „Königinnen-Mörder“ gehandelt wird, hat sich im Zweifel immer noch als braver Diener seiner Herrin erwiesen.

Außerdem ist Merkel flexibel genug, um zu wissen, dass humanitäre Gesten zwar die Herzen wärmen, aber der Verstand Signale braucht, um den Flüchtlingsstrom zu begrenzen. Meinungsumfragen sind da nur Momentaufnahmen.

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