Urteil: Google muss Suchergebnisse löschen, wenn diese Persönlichkeitsrechte verletzen

Kommentar zum Suchmaschinen-Urteil: "Gute Nachricht"

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Daniel Göbel über das EuGH-Urteil gegen Google

Das Internet vergisst nichts: Der Europäische Gerichtshof relativiert diese Binsenweisheit nun. Laut einem aktuellen Urteil haben EU-Bürger ein Recht darauf, Suchmaschinen-Einträge löschen zu lassen, wenn sie Persönlichkeitsrechte verletzen. Daniel Göbel kommentiert.

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Google muss sensible Links löschen

Das Recht der Meinungsfreiheit ist eine der wichtigsten Bestandteile moderner Demokratien. Dennoch muss das Recht auf Meinungsfreiheit dort enden, wo die persönliche Würde eines Menschen angegriffen wird. Dass das besonders im Zeitalter digitaler Medien nicht immer einfach zu beurteilen ist, zeigt das Urteil des Europäischen Gerichtshofs, das den Suchmaschinenbetreiber Google zurecht dazu verpflichtet, sensible Daten zu löschen, wenn er dazu aufgefordert wird. Denn auch im Internet muss es möglich sein, dass bestimmte Daten nicht für die Ewigkeit existieren, jeder muss selbst bestimmen können, was mit seinen Daten passiert.

Die Freiheit des Internets ist mit dem Urteil nicht beschnitten wurden. Jedermann ist es weiterhin möglich, Daten ins Netz zu stellen und zu vebreiten. Dass es nun endlich eine Möglichkeit gibt, sich gegen bestimmte Veröffentlichungen zu wehren, ist eine gute Nachricht für jede Privatperson. Denn nicht alles ist für die Öffentlichkeit bestimmt.

E-Mail an den Autor: dag@hna.de

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