Kommentar zu Suedlink: Populismus aus Bayern

Ein Vorschlag aus Bayern sorgt für Ärger in Hessen: Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) plädiert für eine Verlegung der Suedlink-Trasse. Ein Kommentar von Max Holscher.

Mia san mia - das pflegen die Vereinsoberen des FC Bayern München gerne zu sagen. Ein Ausdruck ihres Selbstbewusstseins. Die Einstellung lässt sich mühelos auf den bayerischen Suedlink-Vorstoß übertragen. Man könnte auch sagen: Die Bayern sind gerne ihr „Aigner“ Herr. Auch in Sachen Populismus.

Anders ist der plötzliche Vorschlag kaum zu verstehen: Zu unverhofft kommt die Idee der bayerischen Wirtschaftsministerin Ilse Aigner, die in Hessen für viele Fragezeichen in den Gesichtern der Landtagsabgeordneten sorgt: Warum wehrt man sich jetzt auf einmal gegen die Trasse, die gemeinsam abgesegnet wurde, und droht sogar eine Blockade an?

Die Idee kann eigentlich nur dazu dienen, an anderer Baustelle einen Kompromiss zu erzielen. Nach dem Motto: Schaut mal, wir in Bayern waren dagegen und müssen zwei Trassen aushalten. Jetzt kommt uns aber bitte auch entgegen. Der nächste Koalitionsgipfel in Berlin kommt bestimmt. Da kann ein wenig Trommeln nicht schaden.

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