Kommentar zum Syrien-Konflikt: Assad wieder fest im Sattel

Nach Angriffen auf Kliniken und Schulen in Syrien wächst die Kritik an Russland und dem Regime in Damaskus. Dazu ein Kommentar von HNA-Redakteur Wolfgang Blieffert.

Totgesagte leben länger: Vor wenigen Monaten schien das Schicksal von Syriens Diktator besiegelt, seine Armee war am Ende, sein Regime stand vor dem Kollaps. Heute sitzt Baschar al-Assad wieder fest im Sattel und er kann den Westen angesichts von dessen Hilflosigkeit verhöhnen. Moskau sei Dank.

Das militärische Eingreifen Russlands auf dem nahöstlichen Kriegsschauplatz hat zwar den Vormarsch des sogenannten Islamischen Staates gestoppt, wozu Amerikaner und Europäer nur in begrenztem Maße Anstrengungen unternommen hatten. Aber die schmutzige Kehrseite des russischen Vorgehens wird in diesen Tagen offenbar: Rücksichtslos werden auch andere syrische Oppositionsgruppen angegriffen, neue Flüchtlingsströme in Kauf genommen. Und möglicherweise - das müssen Untersuchungen klären - sind dabei auch Krankenhäuser und Schulen bombardiert worden.

Der ehemalige Generalinspekteur Harald Kujat hat Moskau kürzlich dafür gelobt, dass das russische Eingreifen überhaupt erst einen Friedensprozess für Syrien möglich mache. Das möchte man gerne glauben. Dazu müsste Russland allerdings beweisen, dass es ihm nicht nur um Assad, sondern wirklich auch um Frieden geht.

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