Tibor Pézsa über eine militärische Intervention in Syrien

Kommentar zu Syrien: „Nicht unser Konflikt“

Ein internationaler Militäreinsatz gegen Syrien wird immer wahrscheinlicher. US-Präsident Barack Obama erwägt wegen der Giftgas-Vorwürfe gegen Machthaber Baschar al-Assad einen baldigen Angriff von begrenzter Dauer.  Ein Kommentar zum Thema von HNA-Nachrichtenchef Tibor Pézsa.

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Nein, es ist nicht unser Konflikt, der in Syrien ausgetragen wird. Es ist nicht einmal nur ein syrischer Konflikt. Schiitische und sunnitische Muslime bekämpfen sich seit Jahrhunderten.

Ganz gleich, ob in Pakistan, Afghanistan, Irak, Bahrain, Ägypten oder Libyen. Das Ausmaß der innermuslimischen Greueltaten erinnert an unsere europäische Geschichte religiös motivierter Gewalt, vor allem an den dreißigjährigen Krieg. Den hatte die muslimische Welt nicht. Oder steckt sie schon mittendrin?

Die Aufstände in den arabischen Ländern haben zudem eine andere Konfliktlinie sichtbar gemacht: jene zwischen korrupten, despotischen Regimes und der Masse der einfachen Bevölkerung. Sie hat die die Ungerechtigkeit, Unfähigkeit, Unterdrückung und Vetternwirtschaft einfach nur noch satt.

Tibor Pézsa

Und wir? Sollen wir dem Gemetzel tatenlos zuschauen? Jedenfalls sollten wir keine "roten Linien" ziehen. Einiges spricht dafür, dass dieses unglückselige Wort des US-Präsidenten in Syrien wie eine Einladung an all jene gewirkt hat, die Interesse an einer Eskalation der Gewalt haben. Helfen wir den Menschen, den Opfern dieser grauenhaften Entwicklung. Aber vergessen wir nicht: Es ist nicht unser Konflikt.

Risiken und Probleme eines Militäreinsatzes in Syrien

Risiken und Probleme eines Militäreinsatzes in Syrien

Rubriklistenbild: © AFP

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