Mehr als 130 Kinder getötet

Kommentar zum Taliban-Anschlag in Pakistan: "Monströse Tat"

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Der furchtbare Anschlag der Taliban, der viele junge Leben auslöschte, lässt Schlimmstes befürchten auch für die Zunkunft Afghanistans, meint HNA-Redakteur Wolfgang Blieffert.

Sie hatten das Leben noch vor sich, lernten für einen guten Schulabschluss und hofften auf eine bessere Zukunft für ihre Familien und vielleicht ihr Land. Nun sind über hundert Kinder und Jugendliche tot, viele andere schwer verletzt an Leib und Seele. Ob ihre Wünsche und Träume je wahr werden, ist mehr als fraglich.

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Getötet wurden die jungen Pakistani, weil sie aus der religiös verengten Sicht ihrer Mörder die falsche Schule besuchten. Wo sie nicht im Sinne des Islam unterrichtet wurden, sondern wo sie angeblich westlich-dekadenten Einflüssen ausgesetzt waren. Der zweite Grund für die monströse Tat ist Rache: Weil der Betreiber der Schule, das pakistanische Militär, zuletzt massiv gegen Al Qaida und Taliban vorgegangen war.

Vor diesem Hintergrund interessiert es die Terroristen nicht, dass ihre Opfer wehrlose Schüler waren. Im Gegenteil: Entsetzen und Abscheu über das Massaker sind das eigentliche Ziel, möglichst viele Tote der wirkliche Triumph.

Die archaische Brutalität, mit der die Taliban gestern in Pakistan zuschlugen, lässt für das Nachbarland Schlimmes befürchten: Wenn sich die ausländischen Truppen jetzt aus Afghanistan zurückziehen, müssen Tausende um ihr Leben fürchten, die ähnliche Träume hatten wie die Schüler aus Peshawar.

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