Kommentar zum Telefonieren am Steuer: "Erst am Anfang"

Trotz Verboten benutzen viele Autofahrer ihr Smartphone am Steuer. Die Polizei will härter durchgreifen. Ein Kommentar von HNA-Nachrichtenredakteur Wolfgang Riek.

Wenn Verbote nur breit genug übertreten werden, kann auch noch so viel Polizei ihre Einhaltung nicht durchsetzen. Längst gibt eine Mehrheit der Autofahrer in Umfragen ganz offen zu, das Handyverbot sei ihr schlicht egal. Daran wird das Hochsetzen des Bußgelds von 40 auf 60 Euro gar nichts ändern.

Verbot also kippen? Trotz aller Hilflosigkeit der Kontrolleure wäre dies ein völlig falsches Signal. Dass Handy-Telefonierer und Mail-Checker hinterm Steuer sich und andere in Gefahr bringen, ist nachgewiesen. Diese Gefahr nimmt zu: Die Generation derjenigen, die ohne Handy weder stehen noch gehen, geschweige denn fahren wollen, kommt in voller Breite erst noch ans Steuer. Und mit ihr immer neue Technik, die immer mehr kann - sogar zuhause Rollläden hochziehen.

Die Handy-Beschlagnahme nach Kölner Muster im Fall scheinbar unerklärlicher schwerer Unfälle ist eine denkbare Gegenstrategie. Wenn die Datenauswertung unter Richtervorbehalt steht, auch eine legitime. Unfallopfern gegenüber ist das das Mindeste. Das Recht auf körperliche Unversehrtheit muss vor dem Recht auf Dauer-online gehen.

E-Mail an den Autor: wrk@hna.de

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