Kommentar zu Terroranschlägen: Blutiger Freitag

Terroranschläge in Frankreich, Tunesien und Kuwait mit vielen Toten. Die Hintergründe beleuchtet Wolfgang Blieffert aus der Nachrichtenredaktion.

Terrorismus ist die Waffe der Habenichts, hieß es früher. Schon mit geringsten Mitteln ließ sich große Wirkung erzielen. Auch heute verfügen Terroristen noch nicht über moderne Kampfpanzer und Mittelstreckenraketen, obwohl vor allem islamistische Fanatiker inzwischen mit Millionen aus dubiosen Quellen in der arabischen Welt finanziert werden.

Ihren Taten steht die zivilisierte Welt gleichwohl entsetzt gegenüber. Ein enthaupteter Mann in der Nähe von Lyon, niedergemetzelte Urlauber in einem tunesischen Badeort, zerfetzte Gläubige bei einem Bombenanschlag auf eine schiitische Moschee in Kuwait - ob die Taten von jemandem koordiniert wurden, bleibt zunächst unklar, wahrscheinlich ist das eher nicht.

Gemeinsam ist ihnen aber ihr barbarischer Charakter und ihr islamistischer Hintergrund. Dass Radikale dazu aufriefen, sogar während des Fastenmonats Ramadan Attentate auf sogenannte Feinde des Islams zu verüben, zeigt, welch Grad an Verrohung bei diesen Gruppen inzwischen erreicht ist. Und dass der Terror - wie in Kuwait - auch vor eigenen Glaubensbrüdern nicht Halt macht, lässt erahnen, dass der Höhepunkt der Gewaltorgie noch lange nicht erreicht ist.

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