Kommentar zur Terrorgefahr vor der Haustür: Ungelöste Fragen

Die Polizei hat möglicherweise einen Terroranschlag auf ein Radrennen in Südhessen verhindert. Ein Kommentar dazu von HNA-Redakteur Max Holscher.

Noch wissen wir nicht, ob wirklich ein Anschlag auf das Radrennengeplant war. Trotzdem hinterlässt dieser Vorfall ein mulmiges Gefühl und ruft unweigerlich die Bilder vom Anschlag auf den Boston-Marathon ins Gedächtnis. Mit Oberursel wird deutlich: Die Gefahr ist vor der Haustür.

Auch wenn die Angst vor Anschlägen jetzt wächst, ist es gleichzeitig beruhigend zu wissen, dass die Polizeiüberwachung bislang funktioniert. Trotzdem muss sich die Politik Gedanken machen, wie Anschläge weiterhin verhindert werden können.

Auf die wachsende Zahl deutscher Salafisten, die nach Syrien ausreisen, reagiert jetzt der Bund. Geplant ist ein Gesetz, das schon die Ausreise von Deutschen in andere Ländern unter Strafe stellt - wenn der Verdacht besteht, dass sie dort terroristische Anschläge planen. Ein richtiger Schritt. Denn so wird auch verhindert, dass diese Personen dort Fähigkeiten erwerben, die sie hier für Anschläge nutzen können.

Allerdings entsteht damit ein weiteres Problem: Was passiert mit den Menschen, die dann in den Gefängnissen sitzen? Mit denen, die dort weiter manipuliert werden oder selbst manipulieren? Nicht umsonst sagen Experten: Ein Salafist geht rein, zehn kommen raus. Darauf fehlt noch eine Antwort.

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