Kommentar zur Terrorwarnung in Bremen: Mit Fakten gegen Ängste

Vor Bedrohungen durch islamistischen Terror warnen die Sicherheitsbehörden in Deutschland häufiger. Eine offizielle Terrorwarnung, verbunden mit verschärften Sicherheitsvorkehrungen, gab es laut Bundesinnenministerium aber bisher seit dem 11. September 2001 erst einmal. Ein Kommentar von HNA-Redakteurin Martina Hummel.

Dresden, Braunschweig - nun also Bremen. Aus der abstrakten Gefahr, von der die Behörden bislang immer ausgegangen waren, ist eine konkrete geworden. So jedenfalls schätzt die Polizei die Lage ein.

Viele Informationen seitens der Behörden gibt es zum jetzigen Zeitpunkt nicht. Das ist zwar nachzuvollziehen, da die Ermittlungen andauern. Es hilft aber nicht, wenn die Unsicherheit in der Gesellschaft dadurch über Tage genährt wird. So war es in Dresden, als die Pegida-Demonstration abgesagt wurde, so war es in Braunschweig, als der Karnevalsumzug gestoppt wurde. Bis heute ist nur wenig zu Hintergründen bekannt.

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Wie groß ist die Terrorgefahr?

Gemeinsam ist allen Ereignissen, dass stets von einer Terrorwarnung mit islamistischem Hintergrund die Rede war. Doch speziell in Bremen ist solch eine Warnung heikel: zum einen weil Bremen als Hochburg für Salafisten gilt, zum anderen weil Bremen Ende vergangenen Jahres einen Salafistenverein verboten hat. Seinerzeit war es der Bremer Innensenator, der den Salafisten die Stirn bot.

Das Einzige, was gegen Unsicherheit hilft, ist eine zeitnahe konkrete Information, die Fakten benennt. Damit die Warnungen nicht abstrakt bleiben und die Bevölkerung diese besser nachvollziehen kann.

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