Ähnlichkeit mit dem 11. September

Kommentar zur Terrorwelle in Frankreich: Alles ist anders

Der Terror in Frankreich endete am Freitag mit dem Tod zweier Attentäter, eines Geiselnehmers und mehrerer Geiseln. HNA-Chefredakteur Horst Seidenfaden kommentiert die Gewaltwelle.

Was sich in diesen Tagen in unserem Nachbarland Frankreich abspielt, was diese Nation bis in die Wurzeln beben lässt, das kann man getrost als den französischen 11. September bezeichnen. Nichts ist mehr so, wie es vorher war - ähnlich wie 2001, als am 11. September Tausende Menschen Opfer von terroristischen Flugzeugentführern wurden. Damals wie heute führt die Spur zu Al-Qaida.

Aber sind diese Ereignisse sonst vergleichbar? Was die Intensität des Bebens betrifft, so stimmt das Messen des Einen am Anderen. Damals führte das Ganze aber auch zum Krieg - und heute?

Es bedarf eines hohen Aufwandes, um Terrorakte wie am 11. September 2001 und drumherum zu verüben. Die Ereignisse in Frankreich führen uns vor, dass Terror, kleinteilig angelegt, unberechenbar sein und grausamste Folgen haben kann.

Zu den Folgen zählt auch, dass es den Islamisten gelingt, auch in ausgeruhten Gesellschaftsschichten Misstrauen, Unruhe, Unbehagen, gar Furcht zu säen. Mit der schlimmen Konsequenz, dass im Augenblick eigentlich Ruhe und das Aufeinander-zu-gehen das Gebot der Stunde sind - aber genau das mit jedem neuen Terrorakt immer schwieriger wird. Die Ereignisse in Frankreich zeigen: Sicherheit ist ein poröses Gut geworden. Einwarnender Aufruf also, den Kopf zu nutzen, statt ihn einzuziehen.

- Lesen Sie die Ereignisse von Freitag und verfolgen Sie die aktuelle Entwicklungin unseren Live-Tickern

Rubriklistenbild: © HNA

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