Kommentar über die Folgen des Mindestlohns für die Landwirtschaft: Erfolg für die Politik

Die Landwirte sehen sich durch die Mindestlohnregelungen eingeschränkt: Dabei geht es auch um die Arbeitszeiten, die zehn Stunden nicht überschreiten dürfen. Ein Kommentar von HNA-Redakteur Max Holscher.

Die Einführung des Mindestlohns offenbart scheibchenweise ihre Folgen - das muss selbst Arbeitsministerin Andrea Nahles feststellen und gewährt der Landwirtschaft in der Erntesaison Schlupflöcher, damit länger gearbeitet werden darf.

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Für die Politik sind diese Nebeneffekte ein Erfolg: Sie hatte die Gastronomie, das Baugewerbe und auch die Landwirtschaft ganz oben auf der Liste der Schwarzarbeiter. Der Mindestlohn fördert jetzt Bereiche zu Tage, auf die vorher nicht so genau geschaut wurde. In diesem Fall auch die Einhaltung der Arbeitszeiten: zehn Stunden, mehr nicht.

Für die Bauern ist das in der Erntezeit fatal. Schnell mal eine Stunde mehr arbeiten - das ist vorbei.

Diese Regelungen - was man davon auch halten mag - sind aber auch die Folge eines 60-jährigen wirtschaftlichen Erfolgs in Deutschland. Erfolg bringt Wohlstand, für den auch Zeit geschaffen werden muss. Nur muss man aufpassen, dass dieser Erfolg in einer übertriebenen Regulierungswut nicht irgendwann seine Kinder frisst.

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