HNA-Meinung

Kommentar über Geschäfte mit Gazprom: Ineinander verstrickt

Angesichts der Krim-Krise wächst der Druck auf die Bundesregierung, eine Expansion des mehrheitlich staatlichen russischen Energiekonzerns Gazprom zu verhindern. Dazu ein Kommentar von Barbara Will aus der HNA-Nachrichtenredaktion.

Beim Geld fängt die Freundschaft an. Zwischen Russland und Europa hat das lange Zeit zuverlässig funktioniert. Man konnte sich aufeinander verlassen, weil man einander brauchte.

Das gilt besonders für das Geschäft mit Öl und Gas. Europa kann auf Russlands Reserven nicht verzichten, Russland nicht auf Europas Milliardenzahlungen. Ohne sie könnte auch der Gasriese Gazprom seine gewaltigen Investitionen nicht stemmen.

Die ziemlich besten Freunde haben sich so eng miteinander verstrickt, dass Sanktionen beide ins Mark treffen würden. Die politischen Forderungen liegen auf der Hand, das Milliardengeschäft zwischen Wintershall und Gazprom zu unterbinden - und den Verkauf der RWE-Tochter Dea an einen Oligarchenfonds ebenfalls.

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Das ist auch deshalb der Fall, weil Deutschland es weitgehend versäumt hat, sich von russischen Energielieferanten unabhängiger zu machen. Die Frage, welche Macht Gazprom mit den deutschen Speichern in die Hand bekommt, ließe sich nur beantworten, wenn die Konzerne ihre Geschäftsverbindungen transparenter machten, damit Misstrauen das Verhältnis nicht noch mehr vergiftet.

E-Mail an die Autorin: wll@hna.de

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