Kommentar über Vegetarier: Mehr als ein Lebensstil

Peter Klebe über Vegetarier

Der deutsche Lebensmittelhandel entdeckt die Vegetartier als Zielgruppe. Dazu ein Kommentar von Peter Klebe aus unserer Nachrichtenredaktion.

Es gab Zeiten, da wurden Vegetarier als humorlose, sture Weltverbesserer verunglimpft, als Körnerliebhaber, die keine Freude am Essen haben und denen nichts schmeckt. Diese Zeiten gehen langsam, aber sicher zu Ende, und das ist gut so. Immer mehr Menschen ernähren sich fleischlos, viele auch vegan, also komplett ohne tierische Produkte.

Dafür gibt es gute Gründe. Vegetarismus ist mehr als ein vorübergehender Lebensstil. Viele wissen: Die Produktion von Fleisch gefährdet die Umwelt durch immensen Wasserverbrauch. Wälder werden zugunsten von Anbauflächen für Viehfutter gerodet. Der Welthunger nimmt zu, weil Menschen in ärmeren Regionen dadurch die Lebensgrundlagen entzogen werden.

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Der Handel reagiert auf das zunehmende Bewusstsein der Bürger für diese Probleme mit größeren vegetarischen Angeboten. Wenn sogar der Discounterriese Aldi mehr Fleischloses in den Regalen hat, werden andere Ketten nachziehen. Vegetarische Produkte werden schmackhafter, vielfältiger und preiswerter.

Natürlich: Unsere regionalen Fleischproduzenten arbeiten redlich und bringen Leckeres auf den Tisch. Viele Bürger wollen und müssen darauf nicht verzichten. Aber bei Billigwurst aus Massentierhaltung ist höchste Vorsicht angesagt. Konsumenten gefährden damit nicht zuletzt ihre eigene Gesundheit und tragen zu immensem Tierleid bei. Wenn unbedingt Wurst und Fleisch, dann bitte aus heimischen Betrieben. Und mit dem Gedanken, dass es auch mal ohne geht. Je öfter, desto besser.

Schreiben Sie dem Autor: kle@hna.de

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