Kommentar über VW: Versprechen leicht gemacht

Autos als rollende Smartphones sind das eine - der Umbau des VW-Konzerns das andere. Die Aufgaben von Volkswagen-Chef Winterkorn kommentiert HNA-Redakteurin Martina Hummel.

Der Umbau von Volkswagen ist notwendig, und wird sicherlich kein Selbstläufer. Konzernchef Martin Winterkorn hat nicht nur Macht abgeben müssen, nun muss sich auch sein Führungsstil grundlegend ändern – überspitzt gesagt: Für einen Vorstand ist es nicht wichtig, jede Schraube zu kennen, sondern die große Linie im Blick zu haben.

Wohl auch deshalb die üppige Ankündigung von 20 weiteren Automodellen, die rein elektrisch fahren oder als Hybrid unterwegs sind und das Versprechen, bis 2020 die neuen Autos zu rollenden Smartphones zu entwickeln. Versprechen leicht gemacht. In die Pflicht wird Winterkorn für diese Ankündigungen nicht genommen werden. Das wird Aufgabe seines Nachfolgers sein.

Mit der vorzeitigen Vertragsverlängerung reiste Winterkorn gestärkt zum Branchentreff IAA. Wichtiger als die Rückendeckung ist allerdings der überfällige Konzernumbau: Das Kerngeschäft muss saniert werden, um dem Konzern finanziell Luft zu verschaffen für Investitionen in alternative Antriebe, in vernetzte Autos, in die Digitalisierung.

Winterkorns Vertragsverlängerung ist sicherlich eine persönliche Genugtuung, aber keineswegs ein bequemes Polster für die kommenden zwei Jahre.

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