Kommentar über das Vorgehen von Paris und London gegen die Flüchtlinge

Fluchtpunkt Eurotunnel - in der französischen Hafenstadt Calais warten Tausende auf die Gelegenheit, den Ärmelkanal zu überwinden. Ein Kommentar dazu von unserer Korrespondentin Birgit Holzer.

Im französischen Calais wähnen sich die Flüchtlinge fast am Ziel: Großbritannien. Sie haben nichts zu verlieren - und wollen sich nicht von Zäunen, Absperrungen und Kontrollen aufhalten lassen. Doch genau das ist die Antwort, die die Regierungen in Paris und London gefunden haben, um dem Ansturm Herr zu werden. Aber sie ist höchst unzureichend - es ist nur eine Scheinlösung.

Wer bis Calais kommt, will weiter auf die andere Seite des Ärmelkanals. Die Flüchtlinge sind auch auf der Insel nicht bei allen willkommen. Aber schlechter als in Frankreich, das sich gern als das Land der Menschenrechte rühmt, wird es ihnen kaum ergehen.

Sie hausen hier in wilden Zeltlagern am Rande der Stadt, wo es kaum Toiletten und Waschmöglichkeiten gibt. Eine minimale Versorgung mit Lebensmitteln und Kleidung sowie medizinische Betreuung stellen Ehrenamtliche sicher, die es nicht ertragen,dass es Menschen in ihrer armen, aber vergleichsweise doch so reichen Stadt am Nötigsten fehlt.

Zugleich spaltet der Konflikt die Bewohner: Manche helfen, andere fürchten, dass der Zustrom dann noch wächst - während echte Lösungen weiter fehlen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.